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Geschieberückhalt in stark sedimentführenden Gewässern ist im alpinen Raum elementar für den Hochwasserschutz, jedoch unzuträglich für die natürliche Flussmorphologie und aquatische Lebewesen im Unterlauf. Mit systematischen Versuchen wurde ein neues Konzept für einen Geschiebesammler entwickelt, welcher das Geschiebe bei kleinen, ungefährlichen Hochwassern durchleitet, aber bei kritischen Hochwassern sicher zurückhält. Ein Leitgerinne als wichtiges Element im Rückhalteraum von Geschiebesammlern garantiert dabei die Durchleitung ungefährlichen und ökomorphologisch wertvollen Geschiebes. Ein hybrides Rückhaltesystem, bestehend aus einem massiven Sperrbauwerk mit einer Auslassöffnung für hydraulisch kontrollierten Geschieberückhalt und einem vorgelagerten, geneigten Grobrechen mit Vertikalstäben für mechanisch kontrollierten Rückhalt, erhöht die Funktionssicherheit und verhindert gefährliche selbsttätige Entleerungen. Gleichzeitig ermöglicht das hybride Rückhaltesystem zusammen mit dem Leitgerinne im Ablagerungsraum die Durchgängigkeit von morphologisch wertvollem Geschiebe sowie aquatischen Lebewesen. Der Beitrag beschreibt die Funktionsweise des neuen Konzeptes für Geschiebesammler und gibt Empfehlungen für deren Bemessung.